Auch Helfen will gelernt sein

Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere packt jetzt kräftig an und handelt. (Dante Alighieri, 1265-1321, ital. Dichter)
Warum helfen Menschen ehrenamtlich, oder gründen Vereine oder NGOs, um einer breiteren Bevölkerungsschicht im eigenen oder einem anderen Land nachhaltig zu helfen?
Vordergründig steht hier wohl die Armut. Sei es die Bildungsarmut, wie in der westlichen Welt noch häufig anzutreffen oder ein Mangel an medizinischer Versorgung sowie die materielle Armut, das größere Problem in den sogenannten Entwicklungsländern.
In meinen 15 Jahren Erfahrungen in unserem NGO haben wir sowohl in Afrika vieles bewirkt, doch auch mit unserer „Bildungsoffensive Kiezkindern“ waren wir in Berlin-Kreuzberg eine zeitlang sehr aktiv. Die Erfahrungen, die wir hier gesammelt haben, möchte ich gerne an andere weitergeben, die genauso gerne helfen wollen.
Beschäftigen wir uns zunächst mit der Bildungsarmut. Wohl den Ländern, in denen Bildung kostenlos ist. Wie schwer fällt es vielen Eltern in anderen Ländern Schulgebühren zu bezahlen. Doch auch selbst wenn die Schule gebührenfrei ist, kann sie alleine nicht alle Kinder auffangen. Besonders die Lernunwilligen, die Ursachen hierfür liegen zumeist in der familiären Konstellation. Nun macht zwar das Jugendamt hin und wieder von seinem Recht Gebrauch, besonders gefährdete Kinder aus den Familien herauszunehmen, doch eine Garantie für ein erfolgreiches Leben ist dieser Schritt auch nicht.
So haben sich Scharen von hilfsbereiten Menschen zusammengeschlossen, um mit Nachhilfezirkeln, Sprachschulen, Sportvereinen etc. besonders Betroffene von der Straße in „geordnete“ Verhältnisse zu überführen.
Das Problem: Je nach Wirtschaftslage der Nation, gibt es dafür mehr oder weniger Unterstützung der Politik. Besonders heutzutage, wenn immer mehr Geld zum Erhalt des Euros ausgegeben werden muss, kommen Sozialprojekte oft zu kurz.
Im Angesicht dieser Misere, gibt es immer mehr Freiwillige, die Patenschaften für schulgefährdete Kinder, Großmütterdienste, Bolztraining und einiges mehr ehrenamtlich und somit kostenlos für den Bedürftigen anbieten.
Doch überschwängliches unstrukturiertes Engagement kann oft die besten Absichten in Luft auflösen. Sei es, dass die Helfer ihre Kräfte überschätzen und sich nach unvollendeter Arbeit wieder zurückziehen, oder dass unterwartete Kosten auf sie zukommen, die sie nicht tragen können und so das gut gemeinte Projekt wieder abbrechen müssen.
Projekte, die angesichts materieller Armut nicht wohlüberdacht organisiert werden, können die Betroffenen in noch größere Probleme stürzen. Zum Beispiel, dass Zusagen gemacht werden, die dann nicht eingehalten werden können, oder angedachte Projekte mangels einer guten PR-Arbeit nicht zustande kommen, oder angefangene Projekte aufgrund fehlender Nachhaltigkeit nicht zu Ende geführt werden können.
Umso wichtiger ist es daher, jedes einzelne Projekt gut zu durchdenken und zu planen. Dazu soll dieser Blog eine kleine Hilfestellung sein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf einer möglichst kostenlosen Strategie die Idee, das Angebot bzw. das Projekt zu vermarkten. In den nächsten Beiträgen wird es mehr und mehr Hinweise geben, wie wir strukturiert und nachhaltig helfen können und unsere Projekte damit zum Erfolg führen. Zwischen den Texten, die künftig unter der Kategorie „IPromote“ laufen werden, wird es aber auch immer wieder Beobachtungen meinerseits geben, die die emotionale Seite des Helfens mit all ihren Ups and Downs aufzeigt und wie gehabt, kleine Wege des Mitgefühls öffnen.
Wer den Beiträgen folgen möchte, kann den Blog abonnieren. So werdet ihr immer über die neusten Informationen auf dem Laufenden gehalten.

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