Wie organisiere ich meine Ideen

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Wer helfen will, platzt oft vor guter Ideen. Doch leider führt blanker Aktionismus meist nicht zum gewünschten Ziel. Ruhe bewahren, Ideen sortieren und aufschreiben ist nun die Devise.

Doch da geht es ja schon los. Wie bringe ich die vielen guten Ideen zu Papier, so dass ich sie später verwerten und zueinander in eine logische Abfolge bringen kann?

Dafür haben sich drei gängige Methoden bewährt. Sie können einzeln, unabhängig von einander angewandt werden oder aber auch nacheinander zur Verfeinerung der Struktur. Je tiefer die Gliederung greift, desto leichter aber auch festgelegter ist die spätere Umsetzung.

1. Die Auflistung

Bei der Auflistung werden zunächst alle Ideen unsortiert untereinander auf das Papier geschrieben. Vor jede Idee schreiben wir eine fortlaufende Nummer. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob es sich um Material, Ausführung, Finanzen, Werbung oder was auch immer handelt. Einfach alles runterschreiben. Nehmen wir an, wir haben dann 100 Stichworte auf unserem Zettel. Der nächste Schritt ist dann, die 100 Stichworte in Gruppen zu unterteilen. Die Gruppennamen ergeben sich aus den niedergeschriebenen Punkten. Am Ende sieht es dann etwa so aus:

Finanzierung
1,15,22,31,56,79
Werbung
6,23,41,59,81
…..
Dann bringen wir die Gruppen in eine logische Reihenfolge und sortieren dann die Stichpunkte innerhalb der Gruppen auch in eine zeitgemäße Abfolge der zu erledigenden Aufgaben.

Die so entstandene Liste ist ein guter Leitfaden für das erste Loslegen und ist selbstverständlich jederzeit zu verbessern und zu aktualisieren.

Vorteil dieser Methode ist, dass alle Ideen ungefiltert zu Papier gebracht werden. So geht nichts verloren, denn keine Idee ist dumm, oder es nicht wert, beachtet zu werden.

2. Die Karteikarten

Bei der Karteikartenmethode werden alle Stichworte auf Karteikarten geschrieben und anschließend in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Wer Platz hat, kann sie sich als Ablaufplan an die Wand pinnen. Im Handling etwas unübersichtlich, doch der Vorteil ist, dass die Karten problemlos immer wieder neu gegliedert und die Ideen jederzeit ergänzt und schon auf der Karte detaillierter dargestellt werden können.

3. Das Mind-Mapping

Das Mind-Mapping beginnt mit einem Kreis auf dem Papier, in dem der Projekttitel steht. Diese Methode erfordert dann schon eine gewisse Struktur im Denken. Denn nach diesem ersten Kreis in der Mitte folgen weitere Struktur-Ebenen mit Verzweigungen und Unterpunkten. Der Vorteil hierbei ist, dass sich sehr schnell ein Bild ergibt über Vorgehensweisen, Aufgaben und vielleicht auch Risiken, aber der Nutzer dieser Methode muss sich schon sehr früh im Klaren über Oberbegriffe und Unterpunkte und deren Zusammenhänge sein.

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Ich empfehle Methode 1 und 3 zu kombinieren. So können die Ideen fließen und anschließend in eine übersichtliche Form gebracht werden, mit der wir dann konkret weiter arbeiten können. Doch letztlich muss jeder seine eigene persönliche Form finden, mit der er seine Ideen effektiv umsetzen kann.

Probiert es aus, schließlich dient es einer guten Sache.