… und was wir machen

Unser Programm beinhaltet verschiedene Projekte quer durch die Gesellschaft Gambias. Wir bemühen uns stets nachhaltige Hilfe zu leisten, dürfen aber auch die Soforthilfe für Notfälle etc. nicht vernachlässigen. Unsere derzeitigen Projekte sind:

  1. Witwen und Waisen
  2. Notfallhilfe/Desastermanagement
  3. Stop Going Backway
  4. Charity/Armenspeisung
  5. Medizinische Hilfe
  6. Bau einer gebührenfreien Schule

Witwen und Waisen-Hilfe

Am Herzen liegen uns besonders die Witwen und Waisen. Von den 141 Familien, die wir zur Zeit betreuen, sind 69 Witwen mit Kindern. Sie benötigen unsere besondere Hilfe, da sie von keinem Sozialsystem aufgefangen werden. Neben der Armenspeisung, von der sie natürlich auch profitieren, ist ihr größtes Problem der monatliche Sack Reis für ca. 30€. Zu diesem Anliegen entwickeln wir gerade ein Projekt. Reis gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Der Reis ist immer da, je nach Möglichkeit gibt es dann noch ein paar Zwiebeln oder kleine gebratene Fische oder auch mal eine Soße mit Gemüse dazu.

Notfallhilfe/Desastermanagement

Hinter diesem Titel verbirgt sich Hilfe für abgebrannte oder durch den Regen zerstörte Häuser, oder spontane Hilfe bei dem Verlust der Arbeit oder der Gesundheit im weitesten Sinne. Es geht hier in der Regel um Einzelfallhilfe. Unser aktuellstes Projekt ist eine völlig ausgebrannte Koranschule, die 75 Kindern, davon 5 Waisenkindern, ein Zuhause gegeben hat.

Stop Going Backway

Bei diesem Projekt geht es darum junge Menschen davor zu überzeugen und dabei zu helfen, sich in ihrer Heimat etwas aufzubauen, statt den gefährlichen Weg durch die Wüste nach Lampedusa zu nehmen. Die Politiker reden viel von Lösungen, wir wollen tatkräftig gute Ideen umsetzen, um wenigstens ein paar junge Leute vor dem Tod, der Illegalität oder der Abschiebung zu bewahren und ihnen stattdessen zu einer sinnvollen Zukunft im eigenen Land zu verhelfen. Wir selbst haben ein Familienmitglied vor Lampedusa verloren engagieren uns nun umso mehr.

Für dieses Projekt sind gerade zwei Aktionen am Start. Zum einen drehen wir gerade mit Schülern eines Gymnasiums einen 90-minütigen Film „Journey to Happiness“ zum Thema. (Das Drehbuch kann gerne bei uns angefragt werden) und zum anderen werden wir in Kürze eine Nähwerkstatt einrichten, die 10 Jugendlichen ermöglicht den Beruf des Schneiders zu erlernen. Nebenbei kommen auch immer noch Jugendliche zu uns, die eine Ausbildung machen möchten, um nicht auch irgendwann in Lampedusa zu enden. Ausbildungen kosten hier zwischen 200 und 800€ je nach Fach. Wenn wir die Möglichkeit haben, helfen wir auch hier gerne, um unter Umständen Leben zu retten.

Charity/Armenspeisung

Seit Gründung des Vereins vor 17 Jahren geben wir jedes Jahr zum Ramadanbeginn den bei uns registrierten Familien 5 Kg Zucker und eine Box mit 100 Teebeuteln. Gelegentlich werden wir dafür kritisiert, dass wir Zucker ausgeben, weil es doch so ungesund ist. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass für viele der Zucker nicht erschwinglich und damit ein Luxusgut ist. Was gibt es also schöneres als einer Familie den Ramadan im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen? Besonders für die Kinder. Für die letzten 10 Nächte des Ramadans versuchen wir dann noch Hühnerbeine, Zwiebeln und Öl auszugeben. Zum Ramadanfest schlachten wir zwei Kühe. Viele Familien können derzeit nur zu den Festen Fleisch essen, da ein Monatslohn eines Arbeiters zwischen 30€ und 50€ liegt, ein Kilo Fleisch aber 5€ kostet.

Für das Opferfest wünschen wir uns für unsere armen Familien nichts sehnlicher als ein Kurban. Die meisten von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Hammel geschlachtet. Dabei sollte es eigentlich Pflicht für jeden Familienvater sein. Im letzten Jahr konnten wir 27 Kurban an besonders bedürftige Familien geben. Alhamdulillah.

Medizinische Hilfe

Als Verein sind wir nicht auf medizinische Hilfe spezialisiert. Dennoch konnten einige Erleichterungen für besonders für chronisch Kranke bewirken. Wir betreuen Menschen mit Asthma, Epilepsie, Hydrocephalus, Schlaganfall und Diabetes, indem wir sie beim Kauf der Medikamente unterstützen oder sie in der German Clinic auf unsere Kosten untersuchen lassen.

Aktuell beschäftigt uns eine besondere Krankheit, die leider in Gambia relativ häufig vorkommt. Es ist die Krankheit Elephantiasis, eine Erkrankung des Lymphsystems, bei dem die Arme und Beine in unvorstellbare Größen anschwellen. In Europa ist die Krankheit heilbar, in Afrika leider nicht. Daher sind wir intensiv auf der Suche nach Ärzten, die vielleicht nach Gambia reisen würden und helfen wollen. Vier Frauen sind in unserem Büro registriert und warten auf Hilfe, aber es gibt noch viel mehr. Wer Ärzte kennt und sie fragen kann, ob sie vielleicht helfen könnten, würde diesen Frauen einen großen Dienst erweisen. Auch, wenn sie selbst nicht darauf spezialisiert sind, vielleicht kennen sie aber Ärzte, die helfen können.

Bau einer gebührenfreien Grundschule

Das ist unser Hauptprojekt. Leider reicht das Geld dafür noch nicht, aber wir versuchen demnächst erstmal ein kleines Verwaltungsgebäude zu bauen, um unser Büro dort anzusiedeln und den Bau der Schule besser beaufsichtigen zu können.

Die Schule wird eine der wenigen gebührenfreien Schulen. Viele Kinder können in Gambia nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern die Schulgebühren nicht zahlen können. Die Regierung ist bemüht, Schulen gebührenfrei zu machen, aber bisher sind erst 5 Schulen von den Gebühren befreit.

Für alle diese Projekte benötigen wir jede erdenkliche Hilfe, die wir bekommen können.

 

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