Ein kleines Projekt mit großer Wirkung

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung. Leider muss ich schon wieder mit dem Stromproblem in Gambia nerven, aber jetzt scheint eine kleine Lösung zumindest für das Lichtproblem in Aussicht zu sein. Wie ja schon beschrieben, haben wir hier in Gambia oft nur 4 Stunden Strom am Tag.

Tagsüber kann man das managen. Aber wenn es dann dunkel wird, und hier wird es immer so gegen 19 Uhr dunkel, weil wir sehr nah am Äquator sind, und jeden Tag so gegen 7 Uhr hell. Das heißt jeden Tag 12 Stunden Dunkelheit.

Da wir mit unserem Verein uns besonders um die ärmste Bevölkerung kümmern, sind Batterielampen oder gar Solarlampen für die meisten unserer Bedürftigen unerschwinglich. Nur zur Erinnerung, in Gambia und Deutschland sind die Lebensmittelpreise etwa die gleichen, aber in Deutschland verdient man 50x mehr für die gleiche Arbeit. Bei Stromausfall bleiben dann nur noch die Kerzen.

Unser Verein hilft nun mittlerweile seit 18 Jahren den Ärmsten in der Gegend um Bakau. In den letzten 3 Jahren hatten wir alleine 3 Hausbrände, bei denen die Häuser komplett ausgebrannt sind. Für den Wiederaufbau der Häuser wurde viel Geld gespendet, da sonst ganze Familien obdachlos geblieben wären. Die meisten Brände passieren durch Vorhänge, die  vom Wind gegen die Kerzen  geweht werden. Wieviel günstiger und ungefährlicher sind da doch die Glühbirnen, die wir hier vor Ort kaufen könnten. Für 5€ hätte eine Familie wenigstens im Wohnzimmer weiterhin Licht, auch wenn der Strom ausgeht.

Die Glühbirne funktioniert so: Es ist zunächst eine normale Glühbirne, die jedoch im Inneren eine Batterie hat. Die Batterie lädt auf, sobald der Strom da ist. Sobald es einen Blackout gibt, geht die Lampe sofort wieder an, und man kann die Lampe wie gewohnt an- und ausschalten. Wir selbst haben die Glühbirnen bei uns angebracht und sind sehr zufrieden. Da wir auch eine Lampe im Außenbreich haben, kann ich bestätigen, dass sie eine ganze Nacht lang anbleibt.

Während ich diesen Artikel schreibe, ging auch bei uns der Strom mal wieder aus, und so sitze ich jetzt dennoch bei Lampenschein und kann diesen Artikel schreiben.

Wer sich einmal in die Situation versetzen möchte, die wir hier fast täglich erleben, kann ja einfach mal einen Abend lang die Lampen auslassen. Ihr werdet sehen, wie sich das Leben dadurch verändert. Nicht unbedingt nur zum Schlechten. Wenn es dann wenigstens eine Taschenlampe gibt, rückt man auch mal gerne als Familie näher zusammen, man redet wieder mehr miteinander, und Mama und Papa erzählen z.B. über ihre Kindheit. (Ich schrieb darüber in meinem Artikel „Wie die Abwesenheit von Strom glücklich machen kann“ in diesem Blog).

So gemütlich es auch ist bei kleinem Licht beisammen zu sein, es muss ja dennoch das Essen vorbereitet werden, oder die Kinder müssen vielleicht noch ein paar Hausaufgaben machen. Das alles geht eben einfach leichter mit Licht.

Wer möchte kann mit 5€ einer Familie zu ein wenig mehr Lebensqualität verhelfen. In unserem Verein sind derzeit etwa 140 bedürftige Familie registriert, von denen die Hälfte Witwen mit ihren Kindern sind. (Auch dazu gibt es einen Artikel in diesem Blog)

Wer 5€ übrig hat, kann es gerne hier spenden. Wir kaufen dann die Glühbirnen und verteilen sie an die Armen.


Wer mehr über unsere Arbeit vor Ort erfahren möchte, kann sich gerne die anderen Artikel durchlesen. Möget ihr alle für ihre guten Taten und Absichten reichlich belohnt werden.

Danke für deine Aufmerksamkeit.

Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung. (mail@helpthepoor.de)

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