Waisen vs. Schule oder der Ausbildungsfonds

Waisen vs Schule. Klingt nicht gut, aber eine Waise zu sein und zur Schule gehen zu wollen, schließt sich eigentlich aus. Selbst als Halbwaise oder gar Kind geschiedener Eltern hast du nicht wirklich eine Chance auf Bildung.

Das wurde mir wieder besonders klar, als ich die Namen unserer gesponserten Kinder durchging. Von den 20 Kindern, die wir in den letzten Jahren gesponsert haben, sind nur 4 keine Waisen oder Kinder geschiedener Eltern.

Zur Zeit sponsern wir 7 Schüler bzw Studenten, davon 4 Waisen. Das sind die 4 Schüler auf dem Bild.

Der Erste ist Saidou. Er ist Vollwaise. Ihn hat eine Mann aufgenommen, dessen erste Frau gestorben ist, und dessen zweite Frau jetzt die Kinder aus der ersten Ehe, ihre eigenen und Saidou versorgt. Saidou ist in der 6. Klasse und ist sehr gut in der Schule.

Die Zweite ist Nyima. Sie geht in die 7. Klasse einer Junior School. Sie ist Halbwaise und ihre Mutter kümmert sich komplett alleine um die Großmutter, Nyima und ihren Bruder. Ihre Mutter Fatou arbeitet bei uns im Büro. Sie arbeitet sehr gut, nur nachdem bei ihr Diabetes diagnostiziert wurde, ist sie eben auch oft krank. Außerdem muss sie sich auch noch um ihre asthmakranke Mutter kümmern. Gerade heute hatte die Mutter wieder einen Asthmaanfall und musste von ihrer Tochter ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Dritte auf dem Bild ist Kawsu. Er hat schon vor langer Zeit beide Eltern verloren und lebte dann bei seiner Großmutter. Nun verstarb diese auch letztes Jahr. Er kam dann bei seinem Freund Modou Lamin unter. Doch auch dieser (Kind geschiedener Eltern) lebte schon bei seinem Onkel, der ihm zumindest die Oberschule bezahlt hatte. Dann strich der Onkel die Förderung, und die beiden wußten nicht wie es weitergehen sollte. Das war vor ca 3 Jahren. Seitdem fördern wir sie mit ihrer Managementschule. Kawsu musste ein Semester aussetzen, um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, und Modou Lamin beginnt im Juli sein letztes Semester.

Die letzte auf dem Bild ist Maimuna. Sie hat letztes Jahr ihr Abitur mit Bestnoten gemacht und möchte gerne Medizin studieren. Ihr Vater ist gestorben als sie etwa 2 Jahre alt war und ihre Mutter ist geisteskrank. Sie lebt bei ihren Schwestern, von denen die eine gerade arbeitslos geworden ist und 3 Kinder zu versorgen hat und die andere Witwe ist.

Das ist Modou Lamin Conta. Auch seine Eltern sind geschieden und weder der Vater noch die Mutter können ihn unterstützen. Er beendet so Gott will nach dem kommenden Semester die Managementschule. Er geht zusammen mit Kawsu in die gleiche Schule. Wenn sie fertig sind, können sie sich Arbeit suchen und endlich auf eigenen Beinen stehen.
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Das ist Dawda Ceesay. Er ist der älteste von 4 Geschwistern. Seine Mutter ist weggelaufen, und sein Vater kann ihn und seine Geschwister nicht versorgen. Dawda geht jetzt auf ein Koraninternat. Bis September ist die Schule bezahlt, aber dann wissen wir auch nicht mehr weiter. Das Internat kostet 20€ im Monat. Sein Großmutter (82) kümmert sich um die 4 Kinder, ist aber selbst Witwe und hat nichts.

Das ist Ousman Bayo. Er studiert Public Administration. Pro Semester muss er 600€ bezahlen. Er arbeitet zwar, aber er muss als ältester Sohn beiden geschiedenen Elternteilen je einen Sack Reis monatlich geben. Der Rest reicht kaum für ihn selbst und schon gar nicht für ein Studium.

Unsere Idee ist nun einen Ausbildungsfonds einzurichten. So könnte jeder monatlich so viel zahlen, wie er kann, und es würde dann unter den aktuellen Studenten aufgeteilt. Wenn ein Schüler die Schule beendet, teilen wir es euch mit ebenso, wenn ein neuer Schüler dazukommt. Wir wollen den Fonds einrichten, damit auch kleinere Beträge eingezahlt werden können, wenn ein Einzelsponsoring zu teuer ist.

Wenn sie alle zur Schule bzw. zur Universität gehen könnten, würde es monatlich 345€ kosten. Bekommen wir diese monatliche Summe auch durch Kleinstspenden zusammen, können sieben Schüler und Studenten unbekümmert Bildung erlangen, was in Deutschland jedem Schüler zusteht, er sogar dazu verpflichtet wird.

Die derzeitigen regelmäßigen Einzahlungen betragen 75€. Wir wünschen uns sehr, für die fehlenden 270€ noch mehr Sponsoren zu finden die Daueraufträge einrichten, damit diese sieben Schüler/Studenten in eine gesicherte Zukunft blicken können.

Help the poor and the needy e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE47100205000003291200
BIC BFSWDE33BER

Paypal: spenden@helpthepoor.de

VZ: Ausbildungsfonds

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