279 Familien und kein Ende in Sicht

Unsere letzte Zählung ergab 279 bedürftige Familien bzw. Personen. Davon sind 135 Witwen und 12 Schüler/Studenten. Seit Ramadan haben wir so mal eben 100 neue Registrierte.

Manchmal kommt es vor, dass ihr länger nichts von mir hört. Das liegt aber nicht daran, dass wir nichts zu tun haben, sondern dass wir so viel zu tun haben, dass ich kaum dazu komme euch alles mitzuteilen. Wenn ich dann mal Zeit habe, und mir einen Homeoffice-Tag erzwinge, dann kommt leider alles auf einmal.

Ich zeige euch jetzt im Einzelnen, welche Projekte wir umgesetzt haben und welche noch offen sind.

Es schein im Übrigen so, dass wir uns in einer sehr gesegneten Phase im Verein befinden, denn oft sind die Hilfsangebote schon vor den Hilfegesuchen da. Das haut mich jedes mal wieder um. Subhanallah.

Einige Hilfsgesuche erreichten mich noch in Berlin, und dann habe ich gleich vor Ort versucht Spenden bzw. Sponsoren für die Bedürftigen zu finden. Doch als ich dann in Gambia ankam, erwartete mich schon eine Liste von Neuaufnahmen.

Das ist Asiatou (3). Ihr Vater ist Maler und kann es sich leider nicht leisten, seine Tochter in den Kindergarten zu schicken. 60€ im Jahr bzw. 5€ im Monat ist einfach zu viel. Glücklicherweise gab es gleich zwei Sponsorinnen, die sich die Kosten für die nächsten 3 Jahre Kindergarten geteilt haben.

Das ist Mariama, sie ist alleinerziehende Mutter von 5 Jungen von 4-18 Jahren und arbeitet als Putzfrau. Sie braucht dringend eine Zahn-OP. Die Kosten dafür betragen 200€. Auch dafür hatte sich innerhalb einer Stunde eine Sponsorin gefunden.

Diese 9 Witwen haben seit Berlin Spender für je einen Sack Reis im Monat gefunden. Sie alle haben es wirklich verdient. Ihre Lebensumstände sind besorgniserregend.

Maimuna hat eine Sponsorin für ihr 2. Semester gefunden und für eine Unterkunft. Gott sei’s gedankt. Zu studieren und nie zu wissen, ob nächstes Semester noch genug Geld da ist, muss ein furchtbarer Gedanke sein.

Zwei Schwestern haben mal wieder Aqiaqa-Schafe schlachten lassen. Immer wieder ein aufregendes Ereignis für alle Beteiligten. Das Fleisch wird dann in kleine Portionen gepackt und an die Armen der Gegend verteilt. Für Viele eine seltene Gelegenheit Fleisch zu essen.

Diese beiden Süßen wurden als Babys von ihren Müttern bei einer Nachbarin abgegeben. Nun sind sie 4 und 5 Jahre alt und die Ziehmutter möchte gerne, dass die beiden auch in einen Kindergarten gehen. Sie ist alleinstehend, Rentnerin und kümmert sich noch um ihre Tochter und das Enkelkind und wohnt mir ihrer Schwester und deren Kinder zusammen. Es würde ihr leid tun, wenn die Kleinen ihr irgendwann einmal vorwerfen, dass sie keine Schule besucht haben. Auch hier war das Angebot vor dem Bedarf da. Die Sponsorin hatte schon nach Hilfe für Kinder gefragt, als ich diesen Beiden begegnet bin.

Das ist Fatou Manneh. Sie ist ganz alleine, ihr Mann ist vor einigen Jahren gestorben, und sie hat keine Kinder. Sie ist inzwischen etwas älter und kann nicht mehr so gut im Garten arbeiten. Sie wohnt in einer Wellblechhütte, die dabei ist auseinander zufallen. Wenn sie im Büro ist, ist es immer sehr lustig, denn sie versteht es Spaß mit allen zu machen, obwohl ihre Situation mehr als ärmlich ist. Sie freut sich über jede Hilfe. Ich finde es so herzerwärmend, wenn sich die Frauen ihre Wellblechhütten, die auch noch so viele Löcher haben mit ganz viel Vorhängen schön gestalten. Aber schaut selbst. Als ich dieses Video auf WhatsApp veröffentlichte, hat sich innerhalb von einer Minute eine Sponsorin gemeldet. Gott sei’s gedankt.

Gestern konnten wir dann noch die gespendeten Medikamente verteilen. Oben auf dem Bild der Verwaltungschef, unten links der Klinikchef, rechts der Besitzer der Klinik. Es war eine große Freude über die Medikamente. Vor einigen Monaten hatten wir ihnen schon einmal etwas gespendet und sie waren so unendlich dankbar.

Diese beiden jungen Herren brauchen noch Hilfe, BITTE HELFT IHNEN !!!

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Hier noch eine traurige Geschichte. Das ist Malik Jaham, 23. Er hat Epilepsie und hatte vor vier Jahren einen so heftigen Anfall, dass er für eine Woche ins Koma fiel. Seitdem geht es ihm abwechselnd gut, doch manchmal ist er sehr verwirrt. Er ist das jüngste Kind von 4 Geschwistern. Sein Vater hat vor Jahren die Familie verlassen und ist nach Senegal gegangen. Jetzt kämpft seine Mutter um die Ernährung für sich und die 4 Kinder mit einem kleinen Marktstand. Sie kämen ganz gut zurecht, wenn da nicht die 20€ jeden Monat für Maliks Medikamente wären. Mit dieser Bitte kam die Mutter in unser Büro und bat um Unterstützung. Wer kann sich vorstellen jeden Monat 20€ für Maliks Medikamente gegen die Epilepsie zu spenden? Besonders abends braucht er Medikamente, da er sonst die ganze Nacht nicht schlafen kann.

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Das ist Omar Jarju. Er hat sein Abitur gemacht und ist zweitjüngste von fünf Söhnen. Er möchte gerne Elektriker werden, damit er eine solide Ausbildung hat und seine Eltern und seine zukünftige Familie unterstützen kann. Sein jüngerer Bruder geht noch zur Schule in die 10 Klasse, ein Bruder ist bei der Polizei und ein anderer bei der Armee. Sie verdienen jedoch so wenig, dass sie der Familie nicht helfen können. Der 5. Bruder ist der Wachmann von unserem Nachbargrundstück. Selbst verheiratet, so muss er abends noch ein einem Restaurant arbeiten damit er seine Frau ernähren, und noch den Vater mit der Ernährung der Familie unterstützen kann. Weder der Vater noch der ältere Bruder haben noch Kapazitäten, Omar eine Ausbildung zu finanzieren. Eine Elektrikerausbildung kostet für das 1. Jahr 200€. Insgesamt dauert die Ausbildung 2 Jahre. Aber wenn wir schon einmal das erste Jahr finanziert bekommen, dann haben wir schon viel erreicht. Auch hier können gerne Teilbeträge gezahlt werden.

Die letzten beiden Herren suchen also noch händeringend Sponsoren. Wer kann Malik mit seinen Medikamenten oder Omar mit seiner Ausbildung helfen?

Nachträgliche Ergänzung. Der Blog war keine halbe Stunde im Netz, da waren schon 1 Jahr Medikamente für Malik und 1 Jahr Schule für Omar bezahlt. 👍🏾

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